Über & Beteiligte

Über

DataSkop ist eine Plattform für Datenspenden. Datenspenden können helfen, Licht in die Blackboxes der Algorithmen sozialer Medien und automatischer Entscheidungssysteme zu bringen. Das zeigen Beispiele wie der Citizen Browser des gemeinnützigen US-Journalistenbüros The Markup, der der Funktionsweise von Facebook auf den Zahn fühlt, oder die Datenspendeinfrastruktur Mozilla Rally. Auch die Projekte OpenSchufa (2018) und Monitoring Instagram (2020-2021) von AlgorithmWatch, einem der Initiatoren von DataSkop, erforschen mithilfe von Datenspenden Algorithmen.

DataSkop bietet auf Open Source-Basis einen technischen Rahmen, der viele der wiederholt notwendigen Schritte bei einem Datenspendeprojekt vereinfacht, damit die Methode der Datenspende ohne großen Aufwand und so kostengünstig wie möglich eingesetzt werden kann. DataSkop läuft auf Desktop- und Laptop-Rechnern, nicht jedoch auf Smartphones und Tablets.

DataSkop bietet Nutzer·innen nicht nur die Möglichkeit, an Projekte, die sie unterstützen wollen, Daten zu spenden. Vielmehr können sie die Daten, die sie spenden wollen, auch per DataSkop zunächst selbst ergründen und analysieren. So verstehen sie besser, womit und wobei sie genau helfen, wenn sie Daten spenden. Auch lernen sie, welche Spuren sie bei der Nutzung digitaler Angebote hinterlassen und was die dabei anfallenden Daten so wertvoll und interessant macht.

Ab Herbst 2021 bietet DataSkop neben der eigentlichen Datenspende auch Lernszenarien für den schulischen und außerschulischen Bildungsbereich an. Außerdem probiert DataSkop aus, wie die erhobenen Daten für weitere Forschung unter Wahrung von angemessenem Datenschutz im Sinne eines Data Trusts weiterverwendet werden können. 

Die Datenspendeplattform DataSkop wird ab 2022 auch anderen Forschungseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Redaktionen offenstehen, die ihre jeweiligen Datenspendeprojekte dort vorstellen und spendenbereite Nutzer·innen aquirieren können. Mit jedem neuen Vorhaben wächst damit die DataSkop-Community.

DataSkop ist ein Verbundprojekt und wird von AlgorithmWatch koordiniert. In Zusammenarbeit mit der European New School of Digital Studies (Europa-Universität Viadrina) setzen wir erste eigene Datenspendeprojekte um und bestimmten die Funktionalität der Plattform genauer. Der Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam wird die Visualisierungskonzepte entwickeln. Die Universität Paderborn und der Verein Mediale Pfade erarbeiten medienpädagogische Konzepte und Workshops, in denen DataSkop als Lernwerkzeug eingesetzt werden soll. Das dreijährige Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität gefördert.

Beteiligte

AlgorithmWatch (AW)

  • Rachel Brochado (Produktmanagerin)
  • Leonie Dorn (Öffentlichkeitsarbeit bei AW)
  • Johannes Filter (Software-Entwicklung)
  • Lorenz Matzat (Produktionsleitung)
  • Sana Shah (Projektmanagerin bei AW)
  • Gregor Weichbrodt (Design, Software-Entwicklung)

ENS/Europa Universität Viadrina

  • Jan-Hendrik Passoth (Wissenschaftliche Projektleitung bei ENS)
  • Suzette Kahlert (Methodik und Datenanalyse)
  • Peter Kahlert (Methodik, Datenanalyse, Studiendurchführung)

Fachhochschule Potsdam (FHP)

  • Constanze Langer (Projektleitung bei FHP)
  • Christin Renner (Wissenschaftliche Mitarbeit)

Universität Paderborn (UPB)

  • Bardo Herzig (Projektleitung bei UPB)
  • Emanuel Sarjevski (Entwicklung Bildungszenarien, Evaluation)
  • Dolph Hielscher (Bildungszenarien, Evaluation)

Mediale Pfade (MP)

  • Robert Behrendt (Projektleitung bei MP )
  • Daniel Seitz (pädagogische Beratung)
  • Christine Lordong (Verwaltung)

Externe Unterstützung

  • Christopher Pietsch (Design, Software-Entwicklung)